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Der Gannerhof [besucht: September 2006]

Aufgebaut wurde dieser in seiner Art wohl einzigartige Berggasthof von Alois und Monika Mühlmann, die einen alten Bergbauernhof liebevoll restaurierten und zu dem schönen Anwesen werden ließen, das heute den Gannerhof bildet.

Ein wesentlicher Faktor des Erfolges war schon immer der gute Ruf der Küche des Hauses. War es früher die geniale Köchin Monika Mühlmann, welche die Zungen und Gaumen der Gäste zu begeistern vermochte, so sind dies heute ihr Sohn Josef zusammen mit seiner Kollegin Katrin Fürhabter.

Wir verkosteten zunächst einmal eine Spezialität des Hauses, nämlich die „Limonen-Zirbenbaumsuppe“ und waren von ihrem Wohlgeschmack wirklich überrascht. Zugegeben, als Josef Mühlmann mit einem guten Büschel „Nadeln“ ankam, waren wir zunächst etwas skeptisch. Aber die aromatische Suppe mit ihrer zarten Säure und dem ausgeprägten Harz-Aroma hat uns in der Tat ausgezeichnet zum hausgebackenem Brot gemundet.

Anschließend servierte man uns sogenannte „Basilikum-Dotternudeln mit eingelegtem Schafskäse“, welche ebenfalls sehr schmackhaft waren. Schön war auch die Tatsache, dass die Nudeln nicht gänzlich weich gekocht wurden, sondern noch einen leichten Biss hatten und zusammen mit dem geschmolzenem Schafskäse eine harmonische Konsistenz bildeten.

Das nun folgende „Fischgröstl in der Brothaube“ zeigte sich ebenfalls sehr erfreulich. Nicht nur die Fische waren auf den Punkt gegart, nein inbesonders die Garnelen wurden hier nicht „zu Tode gekocht“, wie das leider oftmals der Fall ist. Sehr nett und appetitlich zeigte sich zudem das Arrangement des Gerichtes.

Als Hauptspeise wählten wir den „Gebackenen Lammrücken mit Tomaten-Zucchinistrudel“ – und wurden auch hier nicht enttäuscht. Zart rosa gebratenes, nahezu perfekt-mürbes Fleisch, ummantelt von einem leicht mit Kräutern und Parmesan abgeschmeckten Backteig bildete hier sicher einen Höhepunkt des Menüs. Der Strudel und die Rotweinschalotten waren gleichermaßen schöne, wie auch geschmacklich abrundende Beilagen; insgesamt eine rundum gelungene Komposition.

Als Abschluss des gelungenen Mahles dienten hübsch angerichtete Dessertvariationen.

Fazit: Im Gannerhof ist vor allem einmal die Tatsache bemerkenswert, dass hier nahezu ausschließlich Produkte aus der Gegend verarbeitet werden. Dazu verfügt das Haus über einen von Alois Mühlmann sehr gut sortierten Österreichischen Weinkeller, das Brot wird von Fr. Verena Huber (der Freundin von Josef) gebacken, Marmeladen werden hier erzeugt und obendrein gibt es hausgemachte Würste und hausgeselchten Speck.

Die bei Vollbesetzung des Restaurants ab und an anfallenden, etwas längeren Wartezeiten vertreibt man sich am besten mit dem Genießen des wunderschönen Ambientes.

Kurz, der Gannerhof ist ein Ort, an dem Genießer sich wohlfühlen können und daher sprechen wir an dieser Stelle auch sehr gerne eine Empfehlung aus!

 

 

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