Gasthaus "Zum Hochschwab" [besucht: Oktober 2006]Unweit von Aflenz, genauer im Ort Thörl ist das Gasthaus „Zum Hochschwab“ gelegen, in dem die Gastronomie schon seit 1880 eine wesentliche Rolle spielt, denn schon in der alten Pferdewechselstation des sogenannten Setznaglgutes servierten die damaligen Eigentümer des Hauses – Aloisia und Franz Fürstner – den Gästen kräftigendes aus regionalen Köstlichkeiten. Das traditionsreiche Gasthaus zum Hochschwab, dessen Name seit 1920 schon allgemein bekannt gewesen sein dürfte, wurde in den letzten Jahrzehnten von der Familie Reiter großzügig ausgebaut und modernisiert. Die im Mai 1990 eröffnete „Setznagl-Stub’n“ soll an den seit dem Ende des 16. Jahrhundert für dieses Anwesen gebräuchlichen Vulgonamen erinnern. Heute schwingt hier Kurt Reiter den Kochlöffel und will seine Gäste mit „Gebratenen Fasanenbruststreifen auf Salatnest mit Kernöl-Marinade“, „Wildkraftbrühe mit Steinpilzravioli“, „Kotelette vom Wildschweinrücken im Wacholdersafterl“ oder „Klassischem Wildragout von Hirsch und Reh mit Eiernockerl und Preiselbeerbirne“ erfreuen, um einige Beispiele zu nennen. Wir verkosteten eine wirklich schmackhafte „Käsecreme mit Kürbiskernöl“ und danach einen klassischen „Gesulzten Schweinskopf“, welcher uns etwas zu geschmacksneutral erschien. Die „Kurz gebratenen Gamsschnitzel auf einem Ragout aus Waldpilzen mit Erdäpfelrösti“, welche von Kurt Reiter stolz als Hausspezialität serviert wurden waren hingegen die reine Freude. Fazit: Das Gasthaus zum Hochschwab ist weder ein schönes, noch ein besonders besuchenswertes Lokal. Dabei muss man aber dennoch eingestehen, dass die mitunter ambitionierte Küche – insbesondere bei Wildgerichten – zuweilen wirklich „gutes“ zustande bringt, was echt Freude bereiten kann.
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